So finden Sie heraus welche Facharztrichtung zu Ihnen passt
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Darf es Psychiatrie sein, oder besser Nuklearmedizin oder gar Augenheilkunde?
Diese und jene Fragen stellen sich Jungärzte am Ende des Studiums. Einer Recherche, die wir durchgeführt haben, sind bis auf 5% noch alle unentschlossen - manche mehr, manche weniger. Aber es gibt auch jene, die 30 Länder und mehr als 10 Fachgebiete zur eigenen Auswahl zählen.
Blicken wir zurück...
Früher gab es den 3jährigen Turnus nach dem Studium mit einer Rotation durch zahlreiche Fachgebiete und das brachte am Ende den Abschluss für Allgemeinmedizin, der gerade in Österreich seine besondere Bewandtnis hat und sehr viel Klarheit wohin man möchte. Interessierte haben bei der Rotation dann die entscheidenden Kontakte geknüpft, um dann im Wunschfach den begehrten Ausbildungsplatz zu bekommen.
Heute ist komplizierter...
Derzeit startet man in Österreich mit der Basisausbildung, die 9 Monate dauert und am Ende wissen die Wenigsten, welches Fachgebiet sie wählen sollen. Die Folge ist, dass viele in der Sonderfachgrundausbildung, die dann nach der Basisausbildung im jeweiligen Fachgebiet folgt, nicht zufrieden sind und erneut in ein anderes Fach wechseln.
Empfohlene Vorgangsweise:
Wir empfehlen der Reihe nach folgende Überlegungen anzustellen:
1. Sehe ich mich in einer chirurgischen Aufgabenstellung? Bringe ich die nötige Geschicklichkeit mit? Kann ich überhaupt Blut und andere Körperflüssigkeiten sehen? Bin ich bereit, schwere, körperliche Arbeiten durchzuführen (z.B. Einsatz Hüftprothese)?
2. Wenn ja, dann sind folgende Fächer interessant: Allgemeinchirurgie, Orthopädie, Traumatologie, Gynäkologie, plastische Chirurgie, Urologie etc.
3. Wenn nein, dann stellt sich die Frage, will ich überhaupt Patientenkontakt oder tütfle lieber im stillen Kämmerlein?
4. Wenn ja, dann kommen die Fächer Pathologie, Radiologie, Labormedizin etc. in Frage?
5. Wenn nein, dann ist man eher bei Fächern, wie Innere Medizin, Nuklearmedizin etc.
Auch wenn ich später konservativer Orthopäde werden will, so muss ich das Fach operativ und vor allem traumatologisch lernen, damit ich das überhaupt machen kann. Ähnlich ist es mit der Blaulichtmedizin und auch der Intensivmedizin; Ersteres hat man im Fach Anästhesiologie und Intensivmedizin, Zweiteres zusätzlich auch in den Fächern Innere Medizin bzw. Neurologie (Stroke Unit).
Zugegeben, die Auswahl ist nicht leicht. Das Wichtigste ist, sich zu überlegen, ist das Interesse an dem Fachgebiet so groß, dass ich auch in 30 Jahren noch in diesem Fach arbeiten möchte?
So wünschen wir Ihnen viel Erfolg bei der Suche nach dem für Sie richtigen Fach.