Die Verweiblichung der Medizin schreitet fort

Aktuelle Meldungen Statistiken / Peter Grill

Erstmals gibt es konkretere Zahlen - aus Deutschland - über die Entwicklung des Frauenanteils in der Medizin bis 2028

Die Verweiblichung der Medizin schreitet fort

Erstmals gibt es konkretere Zahlen - aus Deutschland - über die Entwicklung des Frauenanteils in der Medizin bis 2028

Immer größer wird der Anteil der Ärztinnen innerhalb der Ärzteschaft. Erstmals gibt es dazu auch konkretere Zahlen aus Deutschland.

Der Anteil der männlichen Praxisinhaber im Gegensatz zu den weiblichen ist derzeit bei den Humanmedizinern um 18,4% höher. Somit sind 59,2% der Praxisinhaber männlich, nur 40,8% weiblich.

Geht man nur von den Angestellten Humanmedizinern aus, ist der Unterschied im Moment nicht mehr so groß, hier beträgt der Frauenanteil immerhin 49,6%

Der Frauen-Anteil steigt laut Statistiken in allen Versorgungsgruppen schrittweise weiter an, dies bedeutet dass beispielsweise im Jahr 2028 der Frauenanteil bei den Praxisinhabern bei 47,1% sein wird (derzeit 40,8% und 2023 45,5%).

Bei den Praxisinhabern ergibt sich demnach eine relative Steigerung bei Rückgang der absoluten Zahlen. Die Zahl der angestellten Ärzten wiederum steigt und dabei auch der Frauenanteil.

Verglichen über alle Berufsgruppen hinweg waren 2017 in Deutschland 27% aller Erwerbstätigen in Teilzeit tätig. Dies ergibt ein Plus von 15% gegenüber 2007. In der Untergruppe des Gesundheits- und Sozialwesens waren es sogar 43% aller Erwerbstätigen.

Frauen reduzieren wie man feststellte ihre Arbeitszeit vor allem zur Betreuung von Kindern oder Pflegebedürftigen oder aufgrund anderer persönlicher Verpflichtungen (48%). Männer nannten als Hauptgrund für ihre Teilzeitbeschäftigung häufig eine parallel laufende Aus- bzw. Fortbildung (29%).

 

Festgestellt haben die Deutschen auch, dass nur in Österreich und den Niederlanden noch mehr Menschen in Teilzeit arbeiten.

  

Quellen:

Studie „Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2018“, Gender in der ambulanten Medizin: Die Wahrnehmung der Leistungen von Ärztinnen und die demographische Entwicklung von Prof. Dr. med. Dr. rer. pol. Konrad Obermann, Dr. Peter Müller und Stefanie Woerns

 

Statistikbrief des statistischen Bundesamtes Deutschland aus 2017

 

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