Ihre Möglichkeiten nach dem Medizinstudium
Medizinstudium abgeschlossen - was nun? Bei uns finden Sie interessante Fragen und Antworten zu Ihren beruflichen Perspektiven.
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64%
haben sich noch auf kein Fachgebiet festgelegt
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27%
wollen noch in 30 Ländern arbeiten
So lauteten die Antworten vieler Medizinstudierender kurz vor Studienende bei unserer letzten Umfrage
Besonders spannend: Rund 70 % der Befragten gaben an, sich eine spätere Tätigkeit in einer Praxis vorstellen zu können. Gerade deshalb kann die Wahl der richtigen Ausbildung entscheidend für Ihre Möglichkeiten nach dem Medizinstudium sein.
Möglichkeiten nach dem Medizinstudium: Klinik oder Praxis?
Sie haben Ihr Studium abgeschlossen und fragen sich, wie es nach dem Medizinstudium weitergeht?
Viele Absolvent:innen entscheiden sich für den klassischen Einstieg als Assistenzarzt oder Assistenzärztin in einer Klinik. Aber auch der direkte Weg in eine Praxis – etwa im Rahmen einer Lehrpraxis – ist möglich. Als spezialisierter Ärztevermittler helfen wir Ihnen dabei, unter den vielen Möglichkeiten nach dem Medizinstudium genau jene Stelle zu finden, die zu Ihren persönlichen Zielen und Ihrer Lebenssituation passt.
Medizinstudium und die Berufsaussichten: Das können Sie erwarten
Die Berufsaussichten nach dem Medizinstudium sind nach wie vor sehr gut. Besonders gefragt sind junge Ärztinnen und Ärzte in der Allgemeinmedizin, Inneren Medizin, Anästhesie oder Gynäkologie. Doch auch innerhalb dieser Fachrichtungen unterscheiden sich Anforderungen, Arbeitszeitmodelle und Entwicklungsmöglichkeiten deutlich. Wir kennen den Markt, die Einrichtungen und die aktuellen Vakanzen – und zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten es nach dem Medizinstudium gibt.
Wie geht’s weiter nach dem Medizinstudium?
Ihre nächsten Schritte im Überblick
Die Ausbildung nach dem Medizinstudium gliedert sich in Österreich in drei Abschnitte: Basisausbildung, Sonderfach-Grundausbildung und Schwerpunktausbildung. Diese Phasen unterscheiden sich je nach gewähltem Fach und Einrichtung deutlich. Je nach Interesse können Sie sich für unterschiedliche Fachrichtungen entscheiden - beispielsweise:
- Allgemeinmedizin - in Kürze: Allgemeinmedizin und Familienmedizin
- Anästhesiologie und Intensivmedizin
- Augenheilkunde & Optometrie
- Chirurgie
- Frauenheilkunde und Geburtshilfe
- Hals-, Hasen- und Ohrenheilkunde
- Inneren Medizin
- Kinder- und Jugendheilkunde
- Neurologie
- Orthopädie und Traumatologie
- Psychiatrie und psychotherapeutischen Medizin
- Radiologie
Bitte beachten Sie: Diese Aufzählung stellt einen Auszug dar und umfasst nicht alle Fachgebiete der Medizin.
Wir unterstützen Sie nicht nur bei der Wahl des passenden Faches, sondern helfen Ihnen passende Stellen zu finden, die Ihrer Ausbildungsphase entsprechen, und sorgen für einen reibungslosen Übergang vom Studium in die ärztliche Praxis – damit Sie von Anfang an gut aufgestellt sind
Folgende Fragen könnten Sie sich stellen
Wenn Sie sich fragen, wie es nach dem Medizinstudium weitergeht, lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt. Der ärztliche Bedarf unterscheidet sich je nach Region und Fachrichtung. In Österreich, Deutschland und der deutschsprachigen Schweiz gehören aktuell folgende Fachgebiete zu den meistgesuchten (alphabetisch):
- Allgemeinmedizin
- Anästhesiologie und Intensivmedizin
- Chirurgie
- Frauenheilkunde und Geburtshilfe
- Innere Medizin
- Orthopädie und Traumatologie
- Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin
- Radiologie
Gerade bei einer längeren Lebensarbeitszeit ist es wichtig, ein Fachgebiet zu wählen, das langfristig zu Ihnen passt. Erste Orientierung können Schnuppertage während der Basisausbildung bieten – etwa in jenen Fächern, die Sie besonders interessieren. Menschen mit starkem Patientenkontakt bevorzugen oft klinische Fächer, während technisch oder analytisch Interessierte sich für Bereiche wie Labordiagnostik oder Pathologie entscheiden.
Viele Absolvent:innen fragen sich nach dem Studium: Wie geht’s weiter – muss ich wirklich 6 Jahre auf den Facharzttitel hinarbeiten, bevor ich eigenständig arbeiten darf? Die gute Nachricht: Wer möglichst rasch selbstständig arbeiten möchte, findet in der Allgemeinmedizin den derzeit kürzesten Weg. Die Ausbildung dauert aktuell 3 Jahre und 9 Monate und umfasst stationäre und ambulante Phasen, Lehrpraxis und Notfallmedizin. Eine geplante Reform sieht eine Verlängerung auf 5 Jahre vor.
Die Berufsaussichten nach dem Medizinstudium sind in der Allgemeinmedizin (in Kürze Allgemeinmedizin und Familienmedizin) hervorragend: Hausärzt:innen, Notärzt:innen und Schulärzt:innen werden dringend gesucht.
Früher wurde die Allgemeinmedizin oft der Facharztausbildung vorgestellt. Heute ist auch die umgekehrte Reihenfolge möglich und in Zukunft kommt die neue Ausbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin und Familienmedizin: Wer später eine Hausarztpraxis übernehmen möchte, kann die Allgemeinmedizin nachholen. Die Ausbildung nach dem Medizinstudium bleibt also flexibel – je nach Lebens- und Karriereplanung.
Die Möglichkeiten nach dem Medizinstudium hängen nicht nur vom gewählten Fach, sondern auch von der Art der Einrichtung ab. Große Häuser bieten meist eine strukturierte Ausbildung mit Teilschwerpunkten, z. B. innerhalb der Inneren Medizin in Kardiologie, Nephrologie oder Pulmologie.
In kleineren Häusern übernehmen junge Ärzt:innen oft fächerübergreifende Aufgaben. Das fördert die breite medizinische Ausbildung – ideal für alle, die später selbstständig oder als Hausarzt tätig sein wollen. Beide Wege haben Vorteile – wir beraten Sie gern individuell.
Bei der Wahl der Ausbildungsstätte zählt nicht nur der Name der Klinik, sondern auch, wer Sie dort ausbildet. Gerade in der Medizin wird oft gefragt: „Bei wem hast du gelernt?“ Die Bekanntheit und das Engagement von Abteilungsleitern und Primarärzt:innen können Ihre Karrierechancen beeinflussen – insbesondere dann, wenn Sie langfristig eine Führungsposition anstreben.
Wenn Ihnen eine spätere Karriere wichtig ist, dann können Sie mit der Auswahl einer Einrichtung mit bekanntem Leiter / Vorstand punkten.
Bekannte Abteilungs- oder Klinikleiter sind in der Regel deswegen bekannt, weil sie Außerordentliches geleistet haben, was mitunter einen ziemlichen Zeiteinsatz bedeutete. Demnach wird auch von Ihnen ordentlich was verlangt, was den Wissenserwerb begünstigt.
Geld ist wissenschaftlich bewiesen, kein Motivator, sondern Hygienefaktor. D.h. man gewöhnt sich schnell an ein höheres Einkommen und dann fällt die Motivation, für mehr Geld zu arbeiten weg.
In Österreich bemisst sich das ärztliche Einkommen oft an Gesetzen, Kollektivverträgen etc. Diese regeln die Anerkennung von Vordienstzeiten, damit die Höhe und den regelmäßigen Wertzuwachs des Einkommens.
Das Gesamteinkommen variiert je nach Fachgebiet, weil unterschiedliche Dienstbeteiligung und Überstunden notwendig sind. Üblich sind 4 Dienste im Monat bei einer 48 Std.-Woche im Durchschnitt.
Beispiel Nuklearmedizin:
Die Patienten werden fast ausschließlich tagsüber betreut. Überstunden und Dienste sind damit selten. Letztere beschränken sich oft auf 1 Nachtdienst p.m., so wie es die Ärzteausbildungsordnung zumindest verlangt. Dementsprechend geringer ist das Einkommen.
In Österreich können Ärzt:innen über Sonderklassengebühren zusätzliche Einnahmen erzielen, wenn sie Patient:innen mit Zusatzversicherung behandeln. Besonders operative Fächer wie Orthopädie oder Chirurgie profitieren hiervon. In manchen Bundesländern gibt es Solidaritätsfonds, damit auch konservative Fächer profitieren.
Das könnte ein Geheimtipp für Ihre Laufbahn sein
Die Allgemeinmedizin in der kurzen Variante
Die Allgemeinmedizin ist für viele mehr als nur ein Einstieg – sie ist eine attraktive Karriereoption mit hervorragenden Berufsaussichten nach dem Medizinstudium. Die Ausbildung dauert derzeit 3 Jahre und 9 Monate und ermöglicht einen frühen Berufseinstieg. Während Kolleg:innen in anderen Fachrichtungen oft noch Jahre in Ausbildung sind, verdienen Allgemeinmediziner:innen bereits voll – ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Durch die Pensionierungswelle der Babyboomer-Generation entsteht ein wachsendes Versorgungsdefizit, vor allem im hausärztlichen Bereich. Das führt zu einer steigenden Nachfrage und langfristig auch zu guten Verdienstmöglichkeiten in der Allgemeinmedizin.
Ein weiterer Pluspunkt: Allgemeinmediziner:innen in Österreich unterliegen keinen Fächereinschränkungen. Sie dürfen Kinder ebenso wie psychiatrische Patient:innen behandeln – und gestalten ihr Tätigkeitsfeld so flexibel, wie es kaum ein anderes Fach erlaubt.
Ab 06/2026 startet die neue Ausbildung zum Allgemeinmediziner nach dem längeren Curriculum und schließt als Facharzt für Allgemeinmedizin und Familienmedizin ab.
In der Medizin gilt, wie überall: Langfristiges Interesse zählt
Wer Freude an seinem Fach hat, entwickelt sich kontinuierlich weiter – fachlich und persönlich. Diese Begeisterung führt nicht nur zu besseren Behandlungsergebnissen, sondern auch zu langfristigem, beruflichem Erfolg und echten Karriereschritten.
Die besten Berufsaussichten nach dem Medizinstudium ergeben sich oft dann, wenn man ein Fach wählt, das auch über Jahre hinweg begeistert – selbst wenn die anfängliche Faszination mit der Zeit nachlässt.